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Feier für eine Spottfigur
3. Strohhäischerfest in Schenklengsfeld
Mit einem Gottesdienst in der Mauritiuskirche begann am Pfingstmontag das traditionelle Strohhäischerfest auf dem Festplatz neben dem Rathaus der Gemeinde.
Das vom Heimatverein Landeck 1953 e.V. organisierte und veranstaltete Fest, das nun zum dritten Mal stattfand, entwickelt sich zu einem richtigen Publikumsmagneten.
Auch ohne festes Programm erlebten die Besucher ein harmonisches, gemütliches Fest.
Bei vielen Schenklengsfeldern blieb an diesem Tag die Küche kalt, denn den angebotenen, kulinarischen Spezialitäten vom Grill, wollte und konnte sich niemand entziehen.
Am Nachmittag durfte der selbst gebackene Kuchen der Hausfrauen, und vielleicht auch emanzipierten Hausmänner, nicht fehlen.
Ausgeblieben war in diesem Jahr der obligatorische Regenschauer, der in den vergangenen Jahren das Fest am späten Nachmittag beendet hatte.
Der Ursprung des Namens „Strohhäischer“ geht auf historische Begebenheiten zurück. So hatten die Bauern des ehemaligen Landecker Amtes zusätzliche und außerordentliche Dienste zu verrichten. Zu diesen speziellen Diensten gehörte das Betteln um Stroh aus den umliegenden Ortschaften.
Benötigt wurde das erbettelte Stroh für die Pferde der Forstbeamten, die jährlich das Amt Landeck bereisten und inspizierten.
Weil man in den Unterlagen keine Dokumente finden konnten, die diese „Steuer“ anordneten, wurde 1828, im Zuge der Bauernbefreiung, diese Abgabe ersatzlos gestrichen.
Doch der Spott ist geblieben. Und man lachte weiter über die Schenklengsfelder, die damals Stroh für ihre Herrschaft erbetteln mussten.
Am 20. Mai 2001, wurde, zur Erinnerung an diese Zeit ,eine bronzene „Strohhäischer-Figur“ am Rathausplatz aufgestellt.
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