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1200 Jahre Schenklengsfeld
von Heinrich Heiderich, Hilmes
Schenklengsfeld, du unsre Heimat, wo schon so viele gelebt
und heute noch die alte Linde, Kirche und Wiege steht.
So wollen wir gedenken jener großen Schar,
die schon vor 1200 Jahren hier in Schenklengsfeld war.
Unsere Vorfahren, so dürfen wir sie nennen,
obwohl wir sie nur vom Hörensagen kennen.
Sie liebten die Heimat als ihren höchsten Thron,
wir sind das Erbe jener Generation.
Voller Stolz und Dank blicken wir heute zurück,
der Heimat Schenklengsfeld weiterhin "Gottes Segen und Glück!"
Vergangen die Zeit, verflossen die Jahr`,
wie oft unser Ort wohl war in Gefahr.
Doch Gott hielt seine schützende Hand darüber
trotz Kriegen, Plündern, Seuchen und Fieber.
Ja, in Gedichten, Schwänken und Sagen
berichtet man heut noch aus vergangenen Tagen.
Vom Ritter St. Georg, der den Drachen bezwang,
von unserer schönen Kirche und deren Glockenklang.
Und möchtest Du Deutschlands älteste Linde sehn,
dann mußt du nach Schenklengsfeld gehn.
Die uralte Linde, dieser greise Baum,
ist über 1000 Jahre, man glaubt es kaum.
Jedes Jahr schenkt sie ihr herrliches Grün aufs neue,
manch junges Paar versprach sich unter ihren Zweigen die Treue.
Drum mög uns dieser Baum noch recht lange erhalten bleiben
als lebendes Denkmal für alle Zeiten.
Die Quelle am Bahndamm, ein Segen der Natur,
für das leibliche Wohl diente sie vielen zu Kur.
Wir streben vorwärts und gehn mit der Zeit,
dem Namen Schenklengsfeld Ehre zu machen, sind alle bereit.
Doch wo liegt nun Schenklengsfeld? Du wirst´s nimmer vergessen,
am Fuße des Landeckers zwischen Fulda und Werra im schönen Hessen.
Und die Hersfelder Kreisbahn, deren Heimat-Bahnhof Schenklengsfeld hat,
ist ein Bindeglied von Werratal zur Lullus-Stadt.
Deshalb ist auch von den Bewohnern um das Landecker Amt
unser Schenklengsfeld als zentraler Mittelpunkt bekannt.
Vom täglichen Brot bis zum Ziegelstein,
moderne Bekleidung und Metzgerei´n,
Verkauf von landwirtschaftlichen Maschinen mit Reparaturwerkstätte,
nichts wäre der Bauer wenn er dies nicht hätte.
Alle Handwerker, vom Bau, Metall und sonstigem Gewerbe,
Vergangenheit und Zukunft heißt unser Erbe.
Die Erziehung, in den Schulen, Lehren und Heimen,
Gott segne all das Gute, die Großen und Kleinen.
Für die Gesundheit, unser höchstes Gut fürwahr,
sorgen unsere Ärzte Jahr für Jahr.
Und jeder Bürger, der in Verantwortung steht,
weiß, dass es um das Wohl der Gemeinde geht.
So mögen Bürgermeister und Magistrat
auch in Zukunft vollbringen eine gute Tat.
Drum Mahnung an alle, Vereine, Partein und Konfessionen,
Einigkeit führt zum Erfolg und wird sich lohnen.
Ein besonderer Gruß denen, die sich einst Schenklengsfelder nannten
und woanders eine neue Heimat fanden.
Unser aller Wunsch nach Freiheit und Frieden,
in einem vereinten Vaterland,
aber nicht nach Blut und Kriegen,
und unter fremder Hand.
In diesem Sinne wollen wir unsere 1200-Jahr-Feier begehen,
ein guter Stern mög über ganz Deutschland stehen.

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