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Wer von den Einwohnern des Fleckens Schenklengsfeld und den umliegenden Ortschaften kennt nicht die geheimnisvolle Bedeutung des BADBORN, welcher die nie versiegende Quelle für die dortige "weise Frau" mit dem geheimnisvollen schwarzen Körbchen ist.
In der großen übrigen Welt ist es Freund Adebar, welcher die Eltern mit den kleinen Kindern beglückt.
Das Amt Landeck, das ja auch früher ausserhalb der Welt lag und zur "vergessenen Ecke" gehörte, scheint Meister Storch noch nicht gefunden zu haben. Deshalb müssen dort die kleinen Weltbürger von der Amme noch aus dem Badborn geholt werden.
Dieser wurde daher auch von jeher von den Kleinen, wenn sie erst allein laufen konnten, mit einer gewissen Scheu betrachtet und oft auf seinen rätselhaften Inhalt, jedoch ohne Erfolg, untersucht.
Bis zur "Verkoppelung" war es auch ein recht lauschiges Plätzchen an dem eigentlich alten Brunnen. Einige große alte Pappeln umgaben den tatsächlich etwas unheimlich aussehenden Brunnen und die von Geschlecht zu Geschlecht sich forterbende Erzählung, dass hier einstmals ein bedeutendes Bad gewesen sein soll, verlieh dem Ganzen einen eigenartigen Reiz.
Man wusste aber nicht viel davon, nur, dass aus dem Erlös die Wippershainer Kirche gebaut sein sollund dass das Wasser eine gute Wirkung auf die Verdauungsorgane ausübte.
Die Schüler des früheren Kantors Rosenstock, die jeden Morgen von dem Brunnen Wasser holen mussten, werden sich dessen gewiss noch genau entsinnen. Etwas Näheres über das Bad war nicht bekannt, nur hier und da traten Vermutungen und auch teils Behauptungen auf, aber es legte niemand Wert darauf, inwieweit dieselben auf Tatsachen beruhten.
Quelle: Peter Roßkopf "Das Landecker Amt im Kreis Hersfeld" 1964, Seite 188
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